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Ist Bad Oldesloe eine Sportstadt?

Walter Albrecht

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

diese auf den ersten Blick einfache Frage lässt sich nicht mit einem klaren ja oder nein beantworten. Ich möchte es aus meiner Sicht mit einigen ganz persönlichen

Bemerkungen erläutern. Meine Denkweise der Dinge bezieht sich auf den Oldesloer Fußball. Sicher ist gerade in jüngster Vergangenheit einiges von der Politik auf den Weg gebracht worden. Stellvertretend nenne ich hier die Sanierung Travestadion, neue Umkleidekabinen beim VFL, den neuen Kunstrasenplatz und neue Umkleidekabinen im Kurparkstadion.

Ich bin mir sicher, dass sich kein Verantwortlicher deshalb genüsslich zurücklehnt. Was mich beunruhigt ist die Tatsache,  dass immer wieder auf Gutachter zurückgegriffen wird. Diese sind nicht nur teuer (das viele Geld könnte man sinnvoller investieren) sondern oft wenig effektiv. Meiner Meinung nach befinden sich die besten Gutachter in den Vereinen. Diese Ehrenamtler haben höchste fachliche Kompetenz, und es kostet den Steuerzahler keinen Cent.

Das  negative Beispiel für mich ist die Einrichtung eines Sportkoordinators. Hier wurde halbherzig gehandelt, indem man nur eine halbe Stelle geschaffen hat. Bei der Vielzahl der sportlichen Probleme wäre eine Vollzeitstelle unbedingt erforderlich.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, einen lang gehegten Traum meinerseits darzulegen. Der VFL, SC Union und SV Türkspor setzen sich an einen Tisch und streben die Gründung eines  neuen Fußballvereins an. Dieser stünde finanziell auf gesunden Beinen, sportlich würde es langfristig wieder aufwärts gehen (endlich raus aus der Kreisliga) und gegenüber Verwaltung und Politik spricht man mit einer Stimme. Dabei kann man auf die Eitelkeiten (die gibt es auch im Ehrenamt) einiger Vorstände keine Rücksicht nehmen.

Warum beziehe ich in meinen Traum den FFC Oldesloe nicht mit ein? Zunächst möchte ich betonen, dass ich höchsten Respekt vor der sportlichen Leistung der Damen (2.Bundesliga) habe. Was aber die Verantwortlichen geritten hat, in einer Nacht- und Nebelaktion zum VFB Lübeck zu gehen bleibt ihr Geheimnis. Weder Bürgermeister noch die politisch Aktiven in unserer Heimatstadt wussten von diesen Absichten. Im Fußball - aber nicht nur dort - steht Fair Play an erster Stelle. Der FFC hat dieses Gebot aus meiner Sicht mit Füßen getreten.

Abschließend mache ich das Angebot,  den genannten Vereinen jederzeit zur Verfügung zu stehen damit aus meinem Traum Wirklichkeit wird.

Mit sportlichen Grüßen

Walter Albrecht