Schnelles Internetsurfen per Breitband

Wer kennt das nicht: Computer noch mal eben zehn Minuten vor dem Tatort anschalten und E-Mails mit ein paar Urlaubsbildern der Freunde lesen, nebenbei die neueste CD vom Lieblingssänger herunterladen und noch bei eBay die Angebote durchblättern. Der Tatort beginnt und das schnelle Internet hat alle diese Dinge in kurzer Zeit möglich gemacht.
Ja tatsächlich, es gibt viele Oldesloer die das nicht können, weil die Internetanbindungen teilweise sehr zu wünschen übrig lassen. Auch für unsere ortsansässigen Gewerbebetriebe ist der Zustand sehr belastend. Die durchschnittliche Internetversorgung in unserer Region ist mit Bandbreiten von rund 0,3 – 2 Mbit/s nicht ausreichend und wie zu erfahren war, plant die Deutsche Telekom zurzeit keine Investitionen.
Auch in der Oldesloer Stadtvertretung ist dieses Thema natürlich nicht unbekannt und wurde schon regelmäßig Gegenstand von Sitzungen. Bisher ist die Entwicklung soweit, dass die Vereinigte Stadtwerke GmbH, ein Zusammenschluss der Stadtwerke Bad Oldesloe, Ratzeburg und Mölln, zusammen mit einem Partner die Vereinigte Stadtwerke-Ortsnetz GmbH gegründet hat. Das Unternehmen investiert in unserer Region in Glasfasernetze und bietet den Kunden Multimediadienste wie superschnelles Internet mit 50 Mbit/s, hochauflösendes Fernsehen in HD-Qualität und störungsfreies Telefon an.
In der Stadtvertretung wird demnächst auch darüber beraten, wie und insbesondere wo in Bad Oldesloe das Netz für die Breitbandversorgung gelegt werden soll. Für die Erschließung der ganzen Stadt werden in den nächsten Jahren sicherlich erhebliche Gelder zu veranschlagen sein. Da aber die Breitbandversorgung als Zukunftstechnologie für Bad Oldesloe einen enormen Standortvorteil bedeutet, führt aus meiner Sicht für die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, kein Weg daran vorbei.
Wir haben die große Chance, mit einem eigenen Unternehmen, unabhängig von der Telekom zu werden. Dafür müssen wir investieren. Aber damit haben wir auch die Entscheidungshoheit. Wir schaffen mit Leuten aus unserer Region eigene selbstverwaltete und vor allem bedarfsgerechte Netze – und profitieren am Ende von den Gewinnen.
Björn Wahnfried, Sprecher der SPD im Finanzausschuss




